Schulranzen Test und Vergleich 2016

Der erste Schulranzen hat für Grundschüler eine große Bedeutung. Farbe und Design spielen für Kinder dabei die wichtigste Rolle. Eltern hingegen legen vor allem Wert auf Tragekomfort, Sicherheit und den Preis. Worauf kommt es beim Kauf eines Schulranzens oder Schulrucksacks besonders an?

Schulrucksack oder Schulranzen?

Worin liegt der genaue Unterschied zwischen einem Schulranzen und einem Schulrucksack? Häufig werden die Begriffe bedeutungsgleich verwendet. Ein Schulranzen hat in der Regel die Form eines klassischen Tornisters. Früher war er häufig aus Leder, heutzutage stehen verschiedene Materialien und Modelle zur Auswahl. Klassische Schulranzen eignen sich am besten für die Einschulung sowie die Grundschule. Schulrucksäcke kommen häufig bei älteren Kindern und Jugendlichen im Gymnasium, in der Realschule oder Hauptschule zum Einsatz.

Gute Schulranzen erweisen sich im Test als robust, kompakt und kinderleicht zu befüllen. Aufgrund ihrer ergonomischen Form passen sie sich optimal an den Verlauf der Wirbelsäule an. Der Rücken wird dadurch geschont und Haltungsschäden vorgebeugt. Damit die Kinder im Straßenverkehr gut wahrgenommen werden, verfügen hochwertige Schulranzen zusätzlich über Reflektoren. Mit zunehmendem Alter bildet sich eine stärkere Rückenmuskulatur aus. Die Themen Ergonomie und gesunder Rücken stehen dann nicht mehr im Vordergrund. Die Schultasche muss aus Sicht der Schüler einfach „cool“ aussehen. Ab der 5. Klasse ist deshalb ein Schulrucksack meistens die bessere Wahl.

Reflektierende Schulranzen erhöhten die Sicherheit im Straßenverkehr

Der Weg zur Schule und zurück ist gefährlich. Rund 30.000 Schulkinder verunglücken jedes Jahr im Straßenverkehr. Damit stellt der Schulweg die häufigste Unfallursache für Kinder dar. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße sind Grundschüler besonders gefährdet. In den Wintermonaten wird es erst spät hell. Hinzu kommt nicht selten eine schlechte Sicht durch Regen oder Schnee. Das Thema Sicherheit im Straßenverkehr ist deshalb ein wichtiges Kriterium im Schulranzen Test 2016.

Reflektierende Ranzen gewährleisten, dass Kinder besser gesehen werden. Die Signalfarben Orange und Gelb haben sich besonders bewährt. Tagsüber sorgen die Reflektoren für eine erhöhte Auffälligkeit, bei Dunkelheit werfen sie das Licht von Fahrzeugscheinwerfern zurück. Dadurch können Verkehrsteilnehmer die Schulkinder frühzeitig erkennen und kritische Situationen vermeiden. Empfehlenswert sind vor allem Schulranzen, welche die DIN-Norm 58124 erfüllen. Sie besagt:

  • Von der äußeren Fläche müssen mindestens 20 Prozent aus einem weithin aufleuchtenden (fluoreszierenden) Material bestehen. Als Farben sind Gelb und Orange-Rot zugelassen.
  • Ein Anteil von mindestens 10 Prozent der Vorderfläche sowie die Seiten sollen aus einem reflektierenden Material bestehen. Durch den Katzenaugeneffekt werden Autoscheinwerfer bei Dunkelheit reflektiert.

Ergonomie und Rückengesundheit

Kinder sollten auf eine gute Haltung achten und ihren Rücken auf keinen Fall zu sehr belasten. Das Leergewicht des Schulranzens spielt deshalb eine große Rolle. Eine inzwischen überholte Faustregel für Schulkinder lautet: Das Gewicht des gefüllten Schulranzens sollte nicht mehr als 10 % des Körpergewichts betragen. Kinder sind körperlich unterschiedlich entwickelt, sodass diese Verallgemeinerung heute nicht mehr gilt. Generell ist es wichtig, dass sich das Kind beim Tragen des Schulranzens wohlfühlt. Ergonomie und Tragekomfort gelten heute als wichtige Kriterien beim Kauf. Wenn sich das Kind falsch hält oder sogar über Rückenschmerzen klagt, liegt das in den meisten Fällen an einem schlechten Sitz des Schulrucksacks oder des Schulranzens. Im Test zeigen sich Modelle mit ergonomischem Rückenpolster als vorteilhaft. Zusätzlich müssen die Gurte und Riemen beim Tragen gut gespannt sein. Sind sie sehr locker eingestellt, sitzt der Ranzen zu tief. Dadurch werden die Schulterblätter stark belastet und die Bildung eines Hohlkreuzes wird begünstigt.

Material und Innentaschen im Test

Schulrucksäcke und Schulranzen müssen viel aushalten. Als treue Begleiter sind sie jeden Tag Sonne, Wind oder Nässe ausgesetzt. Griffe, Verschlüsse und Tragegurte sollten möglichst robust sein. Im Schulranzen Test spielt die Qualität des verwendeten Außenmaterials eine wichtige Rolle. Es sollte widerstandsfähig und vor allem wasserdicht sein. Wichtig ist die Stabilität des Ranzens. Idealerweise verfügt er über eine stabile Bodenplatte, die auch einen Fall aus größerer Höhe schadlos übersteht.

Schulranzen mit einem clever gestalteten Innenraum lassen sich wesentlich besser packen. Ein gut durchdachtes Fächersystem sorgt für eine ideale Gewichtsverteilung. Dadurch wird beim Tragen der Rücken geschont. Schultaschen kommen an vielen Stellen mit der Haut der Kinder in Berührung. Einen wichtigen Faktor stellt deshalb die Ungiftigkeit des verarbeiteten Materials dar. Weichmacher und bestimmte andere Chemikalien können die Gesundheit gefährden. Deshalb sollten Eltern beim Kauf von Schulrucksack oder Schulranzen besonders darauf achten, dass bei der Herstellung keine giftigen Stoffe oder schädlichen Materialien verwendet werden.